Home Page | About the IFRWH | National Committees| Board Members| Conferences| Newsletter |Publications|

Newsletter 31 News from National Committees

GERMANY

PUBLICATIONS:

I.POTSDAMER STUDIEN ZUR FRAUEN- UND GESCHLECHTERFORSCHUNG Heft 1+2/2000, MAENNLICHKEITEN. (THE DARK CONTINENT)
Fuer 12,50 DM + Porto zu beziehen ueber: Post Universitaet Potsdam, Professur
fuer Frauenforschung, PF 90 03 27, 14439
Potsdam Telefon 0331-977 3390 Telefax: 0331-977 3308
E-MAIL schaefer@rz.uni-potsdam.de

[Abstract: Sigmund Freud, der als erster Maennlichkeitsforscher gelten kann, konstatierte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass Weiblichkeit ein "dark continent" sei. Nach 20 Jahren Frauen- und Geschlechterforschung hat sich das grundlegend geaendert. Vor diesem Hintergrund muss gegenwaertig Maennlichkeit als "dark continent" angesehen werden. Auf diesen werden im vorliegenden Doppelheft der Potsdamer Studien zur Frauen- und Geschlechterforschung Schlaglichter geworfen. Die Beitraege sind Resultat mehrjaehriger Forschung und Lehre zum Thema Maennlichkeit(en) am Lehrstuhl Frauenforschung der Universitaet Potsdam. Im ersten Teil des Heftes werden Ergebnisse des Lehrforschungsprojektes "Hauptsache Arbeit? Maennlichkeitskonstruktionen am ‚Ende der Arbeitsgesellschaft'" vorgestellt, die auf narrativen Interviews mit ostdeutschen Maennern beruhen.
Den theoretischen Bezugspunkt bildet das Konzept der Hegemonialen Maennlichkeit
von Robert W. Connell. Als von besonderer Bedeutung fuer die biographische Konstruktion von Maennlichkeit(en) kristallisierten sich neben der Erwerbsarbeit die Bereiche Wehrdienst, Herkunftsfamilie und Krankheit heraus. Diese Themen bilden die Schwerpunkte der Texte.Die Verknuepfung von Militaer, Erwerbsarbeit und Maennlichkeiten bildet auch den Bezugspunkt fuer weitere Beitraege des Heftes. Im Anschluss an die Lektuere des Heftes sei es dem Leser, der Leserin ueberlassen, eine Einordnung der AutorInnen in die Typisierung von Maennlichkeitsforschern vorzunehmen, mit der unsere Erkundungen auf dem "dark continent" vorerst abschliessen.

Aus dem Inhalt:
- Sylka Scholz: Maennlichkeiten erforschen. Eine Einfuehrung in das Lehrforschungsprojekt
- Manuela Salzwedel, Sylka Scholz: "Diese Aufgabe ist nun mal das Wichtigste, was ich mache: der Beruf." Die Bedeutung von Berufsarbeit fuer die Maennlichkeitskonstruktionen ostdeutscher Maenner
- Alexendra Ahammer, Ina Heise, Christine Stamm: Wie der Vater so der Sohn? Der
Einfluss der Herkunftsfamilien auf berufliche, familiaere und persoenliche
Orientierungen und Werdegaenge der Soehne
- Wiebke Waburg: Das ‚starke schwache' Geschlecht. Maennlichkeit und Krankheit
- Christian Ripp: Die ‚sozialistische Soldatenpersoenlichkeit'. Die soziale
Konstruktion des preussischen Wehrpflichten in der DDR
- Anne Mangold: Militaer und Geschlecht - Bewegung an allen Fronten
- Stefan Dudink: A Nation Without Heroes? The Trouble With Masculinity in Nineteenth Century Dutch Political and Military History
- Stefan Zahlmann: Nichts als Arbeit? Maennliche Identitaet und Berufstaetigkeit
in den DEFA-Spielfilmen "Bis das der Tod euch scheidet" (1979) und "Die
Architekten" (1990)
- Johannes Moes, Oliver Geden: Idealtypen. Ein Beitrag zu einer reflexiven
Maennlichkeitsforschung]

II.
DIE PHILOSOPHIN -Forum fuer feministische Theorie und Philosophie Heft 22
(2000) Maennlichkeit - Maennlichkeitsforschung [Aus dem Inhalt:
- Oliver Geden/ Johannes Moes, Reflexive Maennerforschung
- Siegfried Kaltenecker, Einstweilige Verfuegungen. Die Maennlichkeit im
Zeitalter ihrer theoretischen Reproduzierbarkeit
- Jens Krabel/ Olaf Stuve, Der Begriff der maennlichen Identitaet in der
Maennerforschung. Ansaetze einer nicht-identitaeren Jungenarbeit
- Antke Engel, Umverteilungspolitiken: Aneignung und Umarbeitung der begrenzten
Ressource Maskulinitaet in lesbischen und transgender Subkulturen
- Greg Kaplan, Militaerische Maennlichkeit in der deutsch-juedischen Geschichte]

WORKSHOPS:

III.
Workshop: "Textualitaet - Bedeutung - Subjektivitaet. Eine Bilanz ueber
geschlechtergeschichtliche Forschungen zu autobiographischen Texten", 9.-11.11.
2000, Leucorea. Universitaet Halle-Wittenberg (Organisation: Dietlind Huechtker,
Berlin)
[Aus dem Programm:
1. Autobiographien als Orte der Selbstrepraesentation (Kommentatorin: Christina Benninghaus, Bielefeld)
- Charlotte Heinritz, Hagen, Zentrale Lebensthemen und autobiographische
Schreibformen. Frauenautobiographien um 1900
- Dagmar Guenther, Bielefeld, Koordinaten individueller Selbstpraesentation in
"Lebenserinnerungen" deutscher Bildungsbuerger des Kaiserreichs
- Monika Kubrova, Halle, Die Gebrauchsweisen des Autobiographischen: Texte adeliger Frauen um und nach 1900
- Gudrun Wedel, Berlin, Netzwerke von Autobiographinnen
2. Fiktion und Realitaet (Kommentatorinnen: Pia Schmid, Halle/Charlotte Heinritz, Hagen)
- Angelika Schaser, Berlin, Literatur als historische Quelle?Texte von Grimmelshausen und Gryphius zum Dreissigjaehrigen Krieg
- Sophia Kemlein, Warschau, Ueberlegungen zu Fiktion und Realitaet in autobiographischen Texten am Beispiel der Lebensgeschichte von Wirydianna Fiszerowa (1761-1826)
- UlrikeGleixner,Berlin, (Auto-)biographisches Genre, Pietismus und Geschlecht
- Natali Stegmann, Offenbach, Romana Pachuckas (1886-1964) Autobiographie als
feministische und polnische Selbstkonstruktion
3.Geschichte und Gedaechtnis (Kommentatorin: Ulrike Gleixner, Berlin)
- Dietlind Huechtker, Berlin, Geschichte und Geschlecht. Die Thematisierung von
Galizien und die subversive Aneigung von Subjektpositionen
- Kathrin Roller, Berlin, "Wir sind nicht "Gottes Stiefkinder"". Identitaet und
Erinnerung in Familienbriefen deutsch-afrikanischer Missionarsgeschwister in der
ersten Haelfte des 20. Jh.s.
- Diskussion: Autobiographien und Methoden]

IV.
"Anstaendige Leute" Moral - Geschlecht - Lebensart. BRD und DDR zwischen Nachkrieg und Vorwende
Tagung 2. - 3. Dezember 2000, Berlin. Heinrich Boell Stiftung. Netzwerk historisch arbeitender Frauen
[Aus dem Programm:
- Young-sun Hong (New York): Sex, Cigarettes, and the East German body politics
(Vortrag in deutscher Sprache)
- Barbara Duden (Hannover): Zeitgeschichten unter der Haut. Koerperpolitik in der Bundesrepublik
Moderation: Irene Stoehr (Berlin)
Panel 1: Anstand und Wohlstand
- Dagmar Langenhan (Potsdam): "Die Doppelehe des Bauern W." Anstand, Wohlstand und Geschlecht - die laendliche Gesellschaft der DDR in den 50er und 60er Jahren zwischen Neukonstituierung und Konsolidierung
- Lu Seegers (Hannover): "Fragen Sie Frau Irene". Die Rundfunk- und´Familienzeitschrift HOER ZU! als Ratgeber fuer Ehe- und Familienglueck in den 50er und fruehen 60er Jahren
- Detlef Siegfried (Kopenhagen): Gladiatoren unserer Zeit. Junge Maenner, Militaer und Technik in der Bundesrepublik der sechziger Jahre Kommentar: Dorothee Wierling (Berlin) Moderation: Marianne Zepp (Berlin) Panel 2: Raum-Beherrschung
- Hildtrud Ebert (Berlin): Virtuelle Reisen am Ostberliner Alexanderplatz: Vom Versuch, Beduerfnisse zu befriedigen, ohne sie wecken zu duerfen
- Gabriele Schambach (Berlin): Der Potsdamer Platz in Berlin: eine Zone hegemonialer Maennlichkeit
- Kerstin Doerhoefer (Berlin): Wer eine kennt, kennt alle - die Shopping-Mall als "Frauenraum"
- Nina Feltz (Hamburg): Koerperrealitaeten - Strategien zur Aneignung oeffentlicher (Bewegungs-) Raeume in Identitaetsprozessen von Frauen und
Maedchen Kommentar: Meggi Pieschel (Berlin) Moderation: Jacqueline Koester (Berlin)
Panel 3: Verwaltete und gestaltete Koerper
- Claudia Breger (Berlin): Koenigskinder und Prinze(ssinne)n. Leinwandszenarien
ausser/ordentlicher Geschlechtlichkeit und Moral in beiden Nachkriegsdeutschlands
- Annegret Schuele (Leipzig): "Die Knochenarbeit war Frauenarbeit".
Koerpererfahrungen von Arbeiterinnen im
VEB Baumwollspinnerei
- Claudia Schimmel (Berlin): Der Bruderkuss. Zur Verwendung politischer Symbole in sozialistischen Staaten
- Christine Eifler (Giessen): "Massnahmen zur Sicherstellung der Hygiene". Frauen in der NVA
Kommentar: Bozena Choluj (Frankfurt/Oder) Moderation: Janine Nuyken
(Frankfurt/Oder)
Panel 4: Moral und Gesetz
- Christine Siegrot (Hamburg): Die justitielle Bearbeitung von Frauenkriminalitaet in DDR
- Sybille Buske (Freiburg): "Fraeulein Mutter" und ihr "Bankert": Illegitimitaet in der Bundesrepublik
- Susanne zur Nieden (Berlin): "Unwuerdige Opfer". Diskriminierung und Kriminalisierung homosexueller Maenner im geteilten Deutschland Kommentar: Susanne Baer (Berlin) Moderation: Christine Eifler (Giessen)]
-compiled by Ute Daniel